SPIELMANNSZÜGE

Einzigartig in
Österreich

Neun Vereine

Spielmannszüge in

Österreich

SZ Klosterneuburg

Sebastian Fuchs
ZVR: 74160373

SZ Linz

Mag. Helga Hartmair
ZVR: 306595533

SZ Neumarkt

Mag. Bianca Wassermayr
ZVR: 564812556

SZ Perg

Barbara Temper
ZVR: 966921238

SZ Wien-Mariahilf

Norbert Jüttner
ZVR: 629727780

SZ Bad Hall

Karl Sturmberger
ZVR: 500297749

SZ Braunau

Emanuel Fischer
ZVR: 734471620

SZ Graz

Mag. Andreas Rumpl
ZVR: 199404420

SZ Grieskirchen

Marko Colic
ZVR: 574608635

Veranstaltungen und
Neuigkeiten der
Spielmannszüge

Was ist ein Spielmannszug?

Spielmannszüge, das „mehr“ beim Turnen im ÖTB

Während in Deutschland die Spielmannszüge heute noch in ihrer Reinform (Flöten und Trommeln) neben Fanfaren-, Hörnerzügen und Blasorchestern existieren, wurde in Österreich durch die Mischung von reinen Spielmannszügen (SZ) mit reinen Fanfarenzügen (FZ) ein Zusammenspiel von Flöte, Trommel, Lyra, Schlagzeug und Fanfare geschaffen, das vom musikhistorischen Standpunkt aus gesehen keine Vorbilder hat, im Gegenteil, diese Instrumente wurden beim Militär streng getrennt.


Der Spielmannszug besteht aus:

Entwicklung

Verstaubt? Keineswegs!

Der Ausdruck „Spielmann“ lässt sich bis ins achte Jahrhundert zurückverfolgen. Aufzeichnungen aus dem 13. Jahrhundert sind zu entnehmen, dass Flöte und Trommel gemeinsam gespielt wurden.

Horn-, Flöten- und Trompetensignale sind schon frühzeitig aus dem Militärwesen bekannt. Aufmärsche, Gefechts- und Alarmübungen wurden im Gleichschritt vorgenommen, unterstützt durch das Spielen von Flöten und anderen Blasinstrumenten sowie den Trommelschlag.

Mit den aufkommenden Turnfesten und den damit verbundenen Festumzügen kommt die Spielmannsmusik zum Turnen.

Sie entwickelt sich vom militärischen Ursprung der Marschunterstützung hin zum „konzertanten“ Musizieren.

  • So spielen in der Deutschen Turnerschaft 1922 in Leipzig 220, 1925 in Frankfurt 2.000, 1926 wieder in Leipzig 4.200 Spielleute auf. In der Zeit von 1933 bis 1945 wird das Spielmannswesen generell von der Nationalsozialistischen Partei für ihre Selbstdarstellungs- und Propagandazwecke vereinnahmt. Der konzertante Bereich tritt in den Hintergrund. Das Turnerspielmannswesen ist damit nach relativ kurzer Lebenszeit wieder erloschen.

  • Im 1950 gegründeten Deutschen Turnerbund formiert sich das Spielmannswesen wieder. Beim Deutschen Turnfest 1953 in Hamburg treten bereits wieder 3.000 Spielleute auf. Zu Besuch sind auch Turngeschwister aus Österreich. Die Turner des Tv. Ried 1848 – ÖTB sind vom Auftreten der Spielleute so beeindruckt, dass sie nach ihrer Rückkehr aus Hamburg daran gehen, den ersten Nachkriegsspielmannszug in Ried i. Innkreis zu gründen (1956).

    Davon angeregt kommt es zu Gründungen in Gmunden, Salzburg, Wien und Linz. Hermann Berghammer aus Ried, Max Spindelböck aus Linz und Karl Waltl aus Graz sind als Väter des Spielmannswesens im ÖTB zu bezeichnen.