BUFAMLA 2022

Alle Jahre wieder fahren wir zum Familienlager. Alle Jahre wieder treffen wir Freundinnen und Freunde, die schon lange wie Familie sind und fügen neue Lagerteilnehmerinnen und -teilnehmer zur „Großfamilie“ hinzu. Alle Jahre wieder – und doch jedes Jahr ganz neu! 

Um 7 Uhr werde ich von der Fanfare geweckt. Ich springe aus dem Bett und eile zum Morgensport – in Badekleidung, versteht sich, immerhin genieße ich anschließend gleich meine ersten Runden im See. Egal, ob bei Sonne, Wolken, leichtem Nebel, der vom Wasser aufsteigt oder sogar bei Regen, das Wasser ist herrlich. Nach einer schnellen Dusche geht es zur Morgenfeier. Sie wird von der „Gruppe vom Dienst“ zum Tagesleitgedanken gestaltet. Heuer ging es darum, zu zeigen, warum „Turnen mehr ist“ und die persönlichen Gedanken, die sich Alt und Jung zu diesem Thema gemacht und mit dem Lager geteilt haben, reichten von lustig über tiefsinnig bis sehr berührend. 

Das Frühstück stellt für viele von uns einen kulinarischen Höhepunkt dar. Immerhin haben wir hier die Möglichkeit, eine Woche lang Sterz zu essen (wer das nicht mag, genießt Brot und Semmeln!). Erstaunlich ist die Vielfalt, die auf den Tellern der Sterzliebhaberinnen und –liebhaber entsteht. 

Singen, gemeinsames Aufwärmen und anschließend Sport in verschiedenen Neigungsgruppen füllen die Lagervormittage aus und machen sie abwechslungsreich. Angeboten werden die unterschiedlichsten Disziplinen von verschiedenen Lagerteilnehmerinnen und -teilnehmern. Daher gibt es auch nicht alles an jedem Tag und nicht jedes Jahr dasselbe. Für die ganz Kleinen gibt es beispielsweise Waldspaziergänge, Sandburgen bauen, einen Orientierungslauf im Lagergelände oder Parcours in der Turnhalle. Auch hier sind der Fantasie der Ausführenden keine Grenzen gesetzt. Nach der Bewegung geht es zur Abkühlung in den See und anschließend zum Mittagessen. 

Die Mittagsruhe wird von Klein und Groß genossen, dann freuen wir uns über Badezeit und Jause (mmmh Buttermilch!). Auch nachmittags wird uns nicht langweilig: Singen/tanzen/musizieren/Kurrentschrift lernen/Märchen vorlesen/Gruppenarbeit/Kulturausflug/Wanderung. Da ist für alle etwas dabei. 

Die Abendgestaltung ist ebenso vielfältig wie das Tagesprogramm. Auch heuer mussten wir schauen, dass wir alles unterbringen: Abend-/Fackelwanderung, Lagerfeuer, Volkstanzfest, Grillen und Baden an der Fellach, Spieleabend, Abend am Steg, Feier am Gedenkstein, Nachtgeländespiel für die Jugend. Nach dem Zapfenstreich gehen sich noch ein paar gemütliche Stunden beim Hexenhaus, am Steg oder sonst irgendwo am Lagergelände aus. 

Am Ende des Lagers sind wir etwas übernächtigt 😉, aber körperlich fit und vor allem geistig erfrischt. Nur schwer trennen wir uns vom See und von der Gemeinschaft. 

Was heuer anders war?/Neuerungen: 

  • Herbert hat gefehlt! Und einige andere auch. Dank jahrelanger guter Schule hat die Verteilung der Lagerleitung auf mehrere Schulterpaare trotzdem erstaunlich gut und entspannt funktioniert. 
  • Neue Gesichter, die neue Akzente ins Lager gebracht haben. 
  • Fanfare und Zapfenstreich durch einen Jungturner, teilweise unterstützt durch einen jungen Trommler. 
  • Eine Seil-Rutsche. 
  • KEIN Lagerwettkampf – und trotzdem hat jede Gruppe mit Ideenreichtum, Fleiß und Spaß Lied, Spruch und Tanz vorbereitet und zur sehens- und hörenswerten Aufführung gebracht. 
  • Eine Familienlager 2022-Erinnerungsmedaille, die wir alle stolz und gerührt entgegengenommen haben und teilweise noch immer als kostbaren Schmuck tragen. 
  • Wechselndes Hexenhaus-Personal – sehr engagiert!  
  • Die Abendfeiern, die heuer erstmalig von den Gruppen gestaltet wurden. 

Was für mich heuer besonders besonders war?/ einige Höhepunkte: 

  • Die herrliche Landschaft (sie ist jedes Mal besonders für mich!) 
  • Zu sehen, wie eine gewachsene Gemeinschaft Aufgaben übernimmt und verteilt, wenn der „Leithammel“ fehlt. 
  • Die Feier am Gedenkstein, bei der wir besonders an unsere liebe Birgit dachten. 
  • Der bunte Abend der Jugend (ein toller Beweis dafür, wie eigenständig unsere Jugend arbeiten kann, wie kreativ und lustig sie ist). 
  • Das Kasperltheater (sehr humorvolle, spontane „Aufarbeitung“ diverser Lagerereignisse). 
  • Die letzte Morgenfeier (lustig, berührend, sehr tränenreich, unvergesslich). 
  • Die Abendfeiern, die den Tag noch einmal in Erinnerung riefen und zu einem runden Abschluss brachten. 
  • Die vielen Generationen auf einem Fleck.  
  • Das extrem vielfältige „Lagerkonzert“ mit Musik, Tanz, Gesang und Märchen erzählen. 
  • Die Besuche von Ingrid und Klaus (Obmann des VKG) und das gemeinsame Tanzen. 
  • Die Arbeitseinsätze der fleißigen Jugend-Arbeitsgruppe und der „goldenen Reserve“ (= die ganz Kleinen). 
  • Der Kulturausflug auf den Hemmaberg und ins Archäologische Pilgermuseum Globasnitz. 
  • Die Bergtouren ???–> Namen der Berge? (incl. Schlaraffenland Himbeerschlag!). 
  • Die Familienlager-WhatsApp-Gruppe zum Austausch von Fotos, Neuigkeiten und Erinnerungen. 
  • Der „Abend am Steg“, den ich (Eva) mit einer Lesung aus meinem Roman „Liebe, handgeschrieben“ gestalten durfte (hat sehr viel Spaß gemacht!). 
  • Diese Tage mit meiner Familie zu teilen. 

 

Eva und Emma Müller-Putz, ÖTB Turnverein Alpenrose Bad Goisern 

Diesen Beitrag teilen

Facebook
WhatsApp
Telegram
Email

Weitere Neuigkeiten

Standesmeldung

Amtswaltermeldung

Abonnement BTZ

BTZ-Anmeldung

Abonnement

Unser Turnen

  • Die Zeitschrift „Unser Turnen“ ist die Verbandszeitschrift des Österreichischen Turnerbundes (ÖTB).

    „Unser Turnen“ erscheint zu jedem zweiten Monatsanfang mit einer Auflage von ca. 6.500 Stück, erreicht aber durch die Verbandsstruktur ein breites Leserspektrum - vom Jugendlichen bis zu den Senioren, vom Lehrling bis zum Geschäftsführer, vom Bewegungs-interessierten bis zum Spitzensportler – kurz gesagt eine Zeitung für alle Mitglieder (über 60.000 in ganz Österreich).

    Der Bezug der BTZ wird nur mehr 1x jährlich für 6 Ausgaben verrechnet.

Familienabo

Mindestens 60 % der steuernden Mitglieder des Vereines beziehen die Zeitung. Auch
der Versand von Mehrstücken an eine Person oder an den Verein ist möglich.

Vereinsabo

Die 60 % wurden nicht erreicht, es beziehen jedoch mindestens 10 % der steuernden
Mitglieder des Vereines die Zeitung.

Einzelabo

Es werden nicht einmal die 10% der steuernden Mitglieder erreicht.

Bleib informiert