Sommerausklang 2022

Unsere Gemeinschaft der „Junggebliebenen“ erlebt vom 3. bis  11. September 2022 einen wunderschönen Spätsommer im Karl-Hönck-Heim am Turnersee. 

Endlich gibt es keine coronabedingten Einschränkungen für die Gestaltung der traditionellen Sommerausklangwoche und so kann die Leiterin Bärbel Schöfnagel ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm für die rund 50 Teilnehmer (fünfzig- bis neunzigjährige) vorbereiten, wofür ihr unser uneingeschränkter Dank gebührt. 

Bereits am Anreisetag wird das breite Veranstaltungsangebot vorgestellt. Es umfasst: Musizieren, Singen, Rundgesang, Morgenturnen, Gesundheitsturnen, Qigong, Leichtathletik, Schwimmen (bzw. Badezeit), Aquarellmalen, Literaturcafé, Wanderungen, Museumsbesuch, Vorträge, Spiele, einen bunten Abend und schließlich eine besinnliche Schlussfeier. 

Es wird dabei freigestellt, an welchem dieser Angebote man mitmachen will; wichtig ist das Sich-Einbringen in die Gemeinschaft. Eigeninitiativen sind darüber hinaus gefragt. 

Die Unterbringung erfolgt in den Zwei- und Dreibettzimmern bzw. den Mehrbetträumen des Hönck-Heimes. Die Verpflegung gestaltet der Küchenbetrieb des Heimes, wobei Hilfsdienste (Tischdecken, Servieren, Abräumen, …) vom täglich wechselnden Küchendienst aus den Reihen der Teilnehmer geleistet werden. 

Auf Grund des herrlichen Spätsommerwetters an den sechs ersten Tagen können die meisten Aktivitäten im Freien durchgeführt werden:  

Nach dem Weckruf durch unsere hochmotivierten Musikanten geht es um 7 Uhr mit der Morgengymnastik  los, unmittelbar gefolgt von einem wohltuenden Bad im noch immer wunderbar warmen Turnersee. Dann heißt es aber sich rasch umzuziehen, denn um 8 Uhr beginnt die Morgenfeier mit Musik, Lied und besinnlichen Worten. Danach aber geht es zum Frühstück, wo neben dem üblichen Angebot (einschließlich der selbst mitgebrachten Marmelade) auch der Sterz als besondere Attraktion gewählt werden kann. Im Sinne des Nachhaltigkeitsgedanken wird beim Frühstück zur Gänze und bei den übrigen Mahlzeiten merkbar von fleischlichen Genüssen abgesehen. Dessen ungeachtet gebührt der Küche großes Lob für die ausgezeichnete Qualität der Gerichte. 

Im Vormittagsbetrieb wechseln einander Singen (Chorlieder, Jodler, Quartett, Madrigale – unter der Leitung von Helmut Fuchs, Herfried Fuchs, Volker Schöbitz, Gerhild Mückstein), Musizieren,  Gesundheitsturnen (Elisabeth Artner), Aquarellmalen (Christiane Milleret), Wandern (Wolfgang Schwarz) und Baden bzw. Schwimmen (Elisabeth Wagensonner mit etlichen Helfern als Aufsicht) ab. 

Das Programm am Mittwochvormittag macht insofern eine Ausnahme, als wir eine Gemeinschaftsfahrt nach Völkermarkt in das Stadtmuseum unternehmen. Neben den interessanten Exponaten heimatkundlicher Natur liegt das Schwergewicht in diesem Museum auf der Dokumentation des Abwehrkampfes und der Volksabstimmung in den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts. Ein Themenkreis, der unser besonderes Interesse findet. Er wird von der Museumskustodin in den wichtigsten Punkten erläutert und auf seine Auswirkungen bis in die heutigen Tage beleuchtet. 

Die einzelnen Nachmittage laufen normalerweise so ab: nach dem Mittagessen folgt eine Ruhepause von einer Stunde. Dann ist wieder Badezeit bis 15 Uhr vorgesehen. Das nun folgende „Literaturcafé“ (Leitung Heide Eustacchio bzw. Elli Hofer) bietet die Möglichkeit, einer interessierten Zuhörerschaft besinnliche oder heitere Lesungen aus persönlicher Lieblingsliteratur vorzutragen. Ein Angebot, das reichlich genutzt wird.  

Weiters kann aus den Aktivitäten „Qigong“ (Christiane Milleret) und, wie vormittags, aus Singen, Musizieren und Aquarellmalen gewählt werden. 

Nach dem Abendessen dürfen wir uns auf das Abendprogramm freuen, das jeden Tag etwas anderes bringt: 

So gibt es am Anreisetag die Einführung und den beliebten Rundgesang. 

Am folgenden Sonntag erzählt Fritz Schmidt von seinem abenteuerlichen Leben und anschließend gibt es den Volkstanzabend. 

Am Montagabend berichtet Dr. Manfred Frey über seinen bewegenden Weg vom Flüchtlingskind aus dem Sudetenland bis zum zweiten Präsidenten der Nationalbank. 

Elli Hofer gestaltet den Dienstagabend stimmungsvoll und besinnlich unter dem Leitsatz „Musik und Literatur“. 

Am Mittwoch können wir von  Bärbel Schöfnagel hören, wie ihr Leben verlaufen ist und wie sie ihren Grundsatz „Dem Leben einen Sinn geben“ durch ihren Einsatz für Menschen und Gemeinschaften umsetzen konnte. 

Donnerstag wird die Gelegenheit genützt, beim „Bunten Abend“ als Gesangs- oder Vortragskünstler zu wirken bzw. als Laienschauspieler oder Alleinunterhalter aufzutreten.  

Jede der liebevoll vorbereiteten Darbietungen findet begeisterte Aufnahme; besondere Heiterkeit erregen die szenische Darstellung von „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ und des „Café Central“. 

Bereits am Donnerstagnachmittag findet die traditionelle Geburtstagsfeier (mit Kaffee und Kuchen) für die diesjährigen Jubilare statt. Heuer ehren wir einen 90-Jährigen, einen 88-Jährigen, fünf 80-Jährige, zwei 75-Jährige und zwei 50-Jährige. Jeder von ihnen darf sich über das Geschenk eines Aquarells von Christiane Milleret mit einem Turnerseemotiv freuen. 

Am Freitag werden die Sieger des nachmittägigen „Spielerischen Wettkampfes“ geehrt und der Abend mit Rundgesang und verschiedenen Karten- und Gesellschaftsspielen verbracht. 

Beim festlichen Schlussabend am Samstag wird der Gründerväter des Turnersee-Heimes und  der verstorbenen Lagerteilnehmer gedacht. Ein Fackeltanz, der brennende Holzstoß und besinnliche Lieder bilden dabei einen würdigen Rahmen. Der Obmann des ÖTB, Tbr. Werner Schultes, begleitet von einigen Leitungsmitgliedern, besucht uns an diesem Abend und kann sich von der kameradschaftlichen und harmonischen Stimmung des Lagers überzeugen.  

Am Sonntag, dem 11. September 2022, heißt es Abschiednehmen. Nach der Morgengymnastik, dem Schwimmen und dem Frühstück geht es an das Räumen der Zimmer. 

Beim letzten gemeinsamen Mittagessen dankt Bärbel noch allen Lagerteilnehmern für die wunderbare Gemeinschaft während dieser Woche.  Den Leitern der verschiedenen Aktivitäten spricht sie besonderen Dank aus. Ein Urgestein am Sommerausklanglager wird noch hervorgehoben: Herbert Miklin, der seit vielen Jahren mit seiner Ziehharmonika die musikalische Untermalung bei allen möglichen Gelegenheiten, wie zum Beispiel beim Morgenweckruf, bei Gymnastik und Gesundheitsturnen, bei Geburtstagsfeier usw. liefert. 

Unser Abschiednehmen erfolgt nicht ohne den Wunsch, dass wir uns nächstes Jahr gesund beim Sommerausklang wiedersehen. 

 

Dkfm. Helmut Artner,     

 ÖTB Turnverein Neunkirchen 1863 

 

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