Großartiges Turnfest-Wochenende in Freyburg/Unstrut 

Nach der Corona-Pause wurde das traditionelle Turnfest-Wochenende in Freyburg zu einer erlebnisreichen, rundum gelungenen Veranstaltung. Allen, die am vorletzten August-Wochenende dabei waren, stand die Wiedersehensfreude im Gesicht. Es war das 98. Freyburger Turnfest seit dem August 1901, inzwischen sind die Vorbereitungen für das Jubiläums-Turnfest in 2024 angelaufen. 

700 Aktive aus 102 Vereinen unter freiem Himmel 

Auch das Meldeergebnis kann sich sehen lassen: 370 Aktive traten im Jahn-Sportpark zu den Gerätwettkämpfen an, mehr als 200 zum Jahn-Gedenklauf (12 km, 6 km) und zum Turnfest-OL (Orientierungslauf), 130 zum Jedermann-Turnen und zum Turnfest-Workshop. Die 102 teilnehmenden Vereine kommen aus zwölf Landesturnverbänden, einer sogar aus Japan. Ältester Aktiver war der 87-jährige Helmut Wrogemann aus Bad Camberg (Hessen). Insgesamt konnten die Verantwortlichen vom Landesturnverband Sachsen-Anhalt, der als Veranstalter fungierte, hoch zufrieden sein. Das 100. Turnfest kann also kommen. 

Stark besuchte Eröffnung im Innenhof des Jahn-Museums 

Zu einem solch typischen Turnfest kommen die Aktiven allerdings nicht nur wegen des Wettkampfs: Schon die feierliche Eröffnung mit der Kranzniederlegung im Innenhof des Jahn-Museums (in dessen Mitte ist seit 1936 das Jahn-Grab) war mit mehr als 200 Interessierten besser besucht als in den Jahren vor Corona. Und auf die Prominenz, die sich hier einstellte, kann die Jahn-Gesellschaft durchaus stolz sein. Neben Bürgermeister Udo Männicke und Landrat Götz Ulrich erwiesen die Bildungsministerin des Landes Sachsen-Anhalt, Eva Feußner (Magdeburg), und die Präsidentin des LSB Sachsen-Anhalt, Silke Renk-Lange (sie war 1992 Olympiasiegerin im Speerwerfen), den hier Versammelten die Ehre. 

Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft mit Neuwahlen 

Voran gegangen war der feierlichen Eröffnung die Mitgliederversammlung der Jahn-Gesellschaft: Hier gab es durch Neuwahlen ein neu zusammen gesetztes Präsidium. Dr. Josef Ulfkotte (Dorsten) bleibt an der Spitze, ihm zur Seite stehen Dr. Gerlinde Rohr (Leipzig) als Vizepräsidentin, Rayk Peiser (Naumburg) als Schatzmeister sowie vier Beisitzer, angeführt durch den altbewährten Prof. Dr. Ingo Peschel (Berlin). Drei Neulinge stärken das Team und sorgen für Horizonterweiterung: Dr. Ursula Altenburg (Freyburg), Danny Könnicke (Bernburg) und Dr. Christian Juranek (Wernigerode). Als Vertreter der Stadt gehört Bürgermeister Udo Männicke dem Präsidium an. Das Wichtigste, das diese Führungsmannschaft in den nächsten Jahren zu lösen haben wird, ist die Umgestaltung und Erweiterung des Jahn-Museums, ein  Millionenprojekt, für das 2025 der erste Spatenstich erfolgen soll und das 2027 abgeschlossen werden soll. Zuversicht kennzeichnete die Stimmung insgesamt. 

Text: Hansgeorg Kling 

 

Foto: Feierliche Kranzniederlegung: Die Traditionsriege hat sich aufgestellt hinter dem Grab Jahns, angeführt durch einen Turner, der die Uniform des Lützower Freicorps, der „Schwarzen Schar“, von 1813 trägt (Foto: Jahn-Museum) 

 

Die Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft  verfolgt das Ziel, Leben und Wirken des Gründers der Turnbewegung zu erforschen, seine Bedeutung  in Geschichte und Gegenwart zu interpretieren, sein Erbe zu bewahren und zu verbreiten. Sie betreibt das 1894 von der Deutschen Turnerschaft  gegründete Jahn-Museum in Freyburg. 

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